Geschäftsordnung

in der Fassung vom 18.01.2017


 

Das „Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg“ (HND BW) ist ein vom Land Baden-Württemberg geförderter Verbund der staatlichen Hochschulen Baden-Württembergs. Das Netzwerk ist den Leitungen der staatlichen Hochschulen Baden-Württembergs gegenüber verpflichtet, diese vertreten durch:

  • Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg e.V.
  • Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs
  • HAW Baden-Württemberg e.V.
  • Landesrektorenkonferenz der Musikhochschulen
  • Präsidium der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

Zur Organisation der Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerkes gibt sich das HND BW diese Geschäftsordnung.

 

§1
Zielsetzungen

(1) Das HND BW versteht sich als Verbund von Hochschulvertreterinnen und -vertretern zur Förderung und Weiterentwicklung der Digitalisierungsvorhaben in der Lehre des Hochschulstandorts Baden-Württemberg.

(2) Zur Steigerung der Qualität der Lehre unterstützt das HND BW den hochschulartenübergreifend koordinierten Auf- und Ausbau des Angebotes an digitalen Lehr- und Lernformen [Fußnote 1] sowie digitalen Diensten zur Unterstützung von Studium und Lehre. Hierzu fördert das Netzwerk den Austausch zwischen den Stakeholdern im Bereich Digitalisierung der Lehre und vertritt die Interessen und Belange der staatlichen Hochschulen des Landes Baden-Württemberg gegenüber Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

(3) Das HND BW repräsentiert die staatlichen Hochschulen Baden-Württembergs in einschlägigen länderübergreifenden Initiativen und Veranstaltungen. Es wirkt auf die Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Hochschulstandortes Baden-Württemberg hin.

(4) Das HND BW verfolgt damit insbesondere folgende Aufgabenstellungen und Zielsetzungen:

  • Förderung des Verbundes und der Kooperation der staatlichen Hochschulen Baden-Württembergs im Bereich der Digitalisierung in der Lehre
  • Zusammenarbeit mit den Hochschulleitungen, den lokalen Hochschulserviceeinrichtungen, dem Land, den Wissenschaftsorganisationen und Organisationen der Wissenschaftsförderung
  • Verfolgung der Entwicklungen und Trends im Bereich der Digitalisierung der Hochschullehre
  • Erfassung und Auskunft über technische und didaktische Entwicklungen der digitalen Wissensvermittlung im Hochschulwesen
  • Entwicklung von Strategien zur Weiterentwicklung (Konzeption, Implementierung) digital gestützter Lehre im Hochschulwesen
  • Priorisierung und Begleitung der aus dem Fachkonzept „E-Learning – Strategische Handlungsfelder der Hochschulen des Landes Baden-Württemberg zur Digitalisierung in der Hochschullehre“ resultierenden hochschulartenübergreifend ausgerichteten Projekten und Maßnahmen
  • Themenbezogene Repräsentation des Hochschulstandortes Baden-Württemberg gegenüber anderen Hochschulen, Organisationen, Netzwerken, Initiativen sowie Bundes- und Landeseinrichtungen
  • Beratung der Politik entsprechend der Positionen der staatlichen Hochschulen Baden-Württembergs.

 

§2
Organisationsstruktur

(1) Arbeitskreise

Zur Sicherstellung der Mitwirkung und Einbindung der Belange der staatlichen Hochschulen Baden-Württembergs bedient sich das HND BW einer Gremienstruktur aus fünf hochschulspezifischen Arbeitskreisen (HSA) sowie einem übergeordneten, hochschulartenübergreifenden Arbeitskreis (HÜA). Die Arbeitskreise pflegen eine offene Kommunikation untereinander. Ihre Mitglieder wirken als Multiplikatoren in die vertretenen Hochschulen hinein. Mitglied der Arbeitskreise können nur Mitglieder der am HND BW beteiligten Hochschulen sein.

(a) Entsprechend der fünf existierenden staatlichen Hochschularten bestehen folgende Hochschulspezifische Arbeitskreise (HSA):

  • HSA der Universitäten
  • HSA der Pädagogischen Hochschulen.
  • HSA der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften
  • HSA der Kunst- und Musikhochschulen
  • E-Learning-Koordinationskreis der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (ELKK)

 

Mitglieder der HSA können nur Mitglieder der durch den jeweiligen HSA repräsentierten Hochschulen sein. Die HSA organisieren sich selbständig. Zur Erörterung fachlicher Themen ist die Teilnahme externer Personen als Expertin oder Experte auf Einladung hin möglich. Mitglieder der Leitungen der im Netzwerk beteiligten Hochschulen können jederzeit an den Sitzungen des sie vertretenden HSA teilnehmen und Einsicht in die Protokolle nehmen. Im Übrigen befinden die Hochschulen über ihre Zusammensetzung des sie vertretenden HSA selbst.

Die HSA repräsentieren ihre Hochschulart innerhalb des Netzwerks und vertreten ihre spezifischen Belange  gegenüber dem hochschulartenübergreifenden Arbeitskreis.

Gegenüber den/m jeweiligen Landesrektorenkonferenzen/Präsidium der DHBW und dem HÜA sprechen die HSA Empfehlungen aus. Über die Ergebnisse aller Sitzungen wird ein Protokoll angefertigt, das der Geschäftsführung zur Verfügung gestellt wird.

Die HSA wählen die/den Delegierte/n in den HÜA mit absoluter Mehrheit. Die/der Delegierte/n sind bei Abstimmungen im HÜA an die Beschlüsse ihres jeweiligen HSA gebunden. Eine Abwahl erfolgt durch Wahl eines/r anderen Delegierte/n.

 

(b) Dem Hochschulartenübergreifenden Arbeitskreis (HÜA) gehören an:

  • die Delegierten der HSA
  • die Geschäftsführerin oder der Geschäftsführer des HND BW.

Delegierte können nur Mitglieder der HSA sein. Die HSA können aus ihrer Mitte eine Vertretung für die/den Delegierte/n wählen. In Anlehnung an die Anzahl der durch sie vertretenen Hochschulen entsendet

  • der HSA der Universitäten

 

2 Delegierte
  • der HSA der Pädagogischen Hochschulen

 

1 Delegierte/n
  • der HSA der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften

 

2 Delegierte
  • der HSA der Kunst- und Musikhochschulen

 

1 Delegierte/n
  • die Duale Hochschule Baden-Württemberg
1 Delegierte/n

in den HÜA.

Zur Erörterung fachlicher Themen ist die Teilnahme von Mitgliedern der HSA sowie externer Personen als Expertin oder Experte auf Einladung hin möglich. Einladungen werden durch die Geschäftsführung ausgesprochen. Mitglieder der Leitungen der im Netzwerk beteiligten Hochschulen können jederzeit an den Sitzungen teilnehmen und Einsicht in die Protokolle nehmen.

Der HÜA beschließt [Fußnote 2]  mit absoluter Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Beschlussfähig ist der HÜA mit mindestens der Hälfte seiner Mitglieder (4 Personen). Jedes Mitglied des Arbeitskreises stimmt mit einer Stimme. Stimmenthaltungen gelten als Neinstimmen. In seiner Gesamtheit ist der HÜA  an die Empfehlungen der HSA nicht gebunden.

Der HÜA initiiert die Aufnahme und Umsetzungsmodalitäten von hochschulübergreifenden Kooperationen im Bereich der Digitalisierung der Hochschullehre zwischen den am Netzwerk beteiligten Hochschulen und unterbreitet den kooperationsbeteiligten Hochschulen hierfür Vorschläge für eine synergetisch effiziente Implementierung und Anwendung der damit verfolgten Digitalisierungsvorhaben.

Gegenüber den/m jeweiligen Landesrektorenkonferenzen/Präsidium der DHBW und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg spricht der HÜA Empfehlungen aus. Die Empfehlungen des HÜA entfalten gegenüber den netzwerkbeteiligten Hochschulen keine Bindungswirkung. Über die Eingehung von Kooperationsvereinbarungen entscheiden die jeweils beteiligten Hochschulleitungen.

Der HÜA tagt mindestens einmal pro Monat. Eine Sitzung pro Quartal wird als Präsenztreffen ausgerichtet. Über den Verlauf und die Ergebnisse aller Sitzungen wird ein Protokoll angefertigt.

(2) Themengruppen

Zur Erörterung fachspezifischer Belange bildet das Netzwerk Themengruppen. Themengruppen können zu jedem, die Digitalisierung in der Lehre betreffenden Thema durch schlichten Zusammenschluss gegründet werden. Sie bestehen aus mindestens zwei Personen und sollen nach Möglichkeit hochschulartenübergreifend organisiert sein. Zum selben Thema kann nur eine Themengruppe gegründet werden.

Zum Einbezug fachlichen Inputs können Externe auf Einladung hin an Themengruppen beteiligt werden. Die Themengruppen sind der Geschäftsführung anzuzeigen. Stellungnahmen können gegenüber dem HÜA oder der Geschäftsführung durch eine/n zu benennende/n Sprecher/in zur Kenntnis gebracht werden. Sie dienen den Arbeitskreisen zur Information und Meinungsbildung, sowie zur Vorbereitung ihrer Beschlüsse.

(3) Das Netzwerk steht allen, an seinen Arbeitsgegenständen Interessierten zur Information und Teilnahme (z.B. Anfrage, Online-Kommentar, Teilnahme an Veranstaltungen, Teilnahme an Themengruppen sowie an  Sitzungen der Arbeitskreise auf Einladung) offen.

 

§3
Geschäftsführung

Zur Vornahme der Geschäfte des HND BW wird eine Geschäftsführung eingesetzt. Der Geschäftsführung obliegen folgende Aufgaben:

  • Führung der Geschäfte des HND BW, so unter anderem die Haushaltsführung, die Beschaffung oder die Eingehung von Kooperationen mit externen Beratungseinrichtungen
  • Vorsitz und Koordination der Sitzungen des HÜA
  • Vertretung des Netzwerks gegenüber den/m Landesrektorenkonferenzen/Präsidium der DHBW. Repräsentation des Netzwerks nach außen
  • Berichterstattung über die Fortschritte und Ergebnisse der Netzwerkaktivitäten gegenüber den/m Landesrektorenkonferenzen/Präsidium der DHBW
  • Erarbeitung von Kommunikations- und Interaktionskonzepten für die Arbeit des Netzwerks (Governance-Struktur)
  • Pflege des Internetauftritts
  • Begleitung der in Arbeit stehenden Themen.

 

§4
Mittelverwendung

Die Mittel des HND BW dürfen nur zur antragsgemäßen Realisierung der vom Netzwerk verfolgten Zielsetzungen verwendet werden.

 

§5
Rechtsform und Sitz

Dem HND BW kommt keine Rechtspersönlichkeit zu. Es agiert nach außen über die Geschäftsstelle und ist an der Geschäftsstelle der Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg e.V. (Etzelstr. 9, 70180 Stuttgart) angesiedelt.

 

§6
Inkrafttreten

Zur Annahme der Geschäftsordnung bedarf es eines einstimmigen Beschlusses des HÜA. Sie tritt mit Beschluss vom 18.01.2017 in Kraft. Änderung oder Aufhebung bedürfen eines einstimmigen Beschlusses des HÜA.

 

[1] Unter digitalen Lehr- und Lernformen werden alle Formen der Wissensvermittlung und -aneignung verstanden, die mithilfe des Einsatzes elektronischer Medien erfolgen.

[2] Beschlüsse des HÜA haben Empfehlungscharakter.