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Intellektuelle Souveränität in der fachwissenschaftlichen Lehre: fachspezifische Anforderungen, Kompetenzen und Wissenskulturen in Zeiten generativer KI (online, 20.10.2026)
20. Oktober , 10:00 – 13:00

Der Einzug generativer Künstlicher Intelligenz (KI) in die Hochschullehre ist weit mehr als eine technologische Neuerung – er ist ein Katalysator für eine tiefgreifende Transformation akademischer Lehr- und Lernkulturen in den Fächern. Während die technologischen Werkzeuge oft universell einsetzbar scheinen, divergieren die Anforderungen an ihre methodische und inhaltliche Integration in die Lehre je nach wissenschaftlicher Disziplin fundamental. Der Wissenschaftsrat spricht sich in seinen aktuellen Empfehlungen für eine Stärkung der Fachwissenschaften als zentrale Voraussetzung für „Intellektuelle Souveränität“ aus. Denn Fachkompetenzen werden in Zeiten generativer KI keineswegs obsolet – im Gegenteil: Der Aufbau tiefer fachlicher Expertise ist die unabdingbare Voraussetzung für kritisches Denken und methodische Handlungsfähigkeit.
Die Online-Veranstaltung „Intellektuelle Souveränität in der fachwissenschaftlichen Lehre“ rückt die Fachdisziplinen in den Mittelpunkt. In KI-Notes von Mitwirkenden der WR-Arbeitsgruppe und Praxisimpulsen wird diskutiert, welche zentrale Rolle die Fächer für die Befähigung Studierender und Lehrender zum verantwortungsvollen Umgang mit generativer KI einnehmen. Dabei werden die spezifischen Anforderungen und Bedarfe der einzelnen Disziplinen eruiert sowie die Frage diskutiert, wie sich im Zuge der KI-Transformation die Bedeutung von Fachkompetenzen, Fachkulturen sowie Rollen- und Beziehungen von Lehrenden und Lernenden in den Fächern wandeln.
- Prof. Dr. Niels Pinkwart (Humboldt-Universität zu Berlin) diskutiert die Frage, inwieweit KI-Kompetenzen überfachlich gefördert werden können oder gezielt fachspezifisch verankert werden müssen.
- Prof. Dr. Gabi Reinmann (Universität Hamburg) analysiert Veränderungen im akademischen Beziehungsgefüge sowie die sich wandelnden Bedeutungen von Fachwissen und Wissenskulturen verschiedener Disziplinen im Kontext der KI-Transformation.
- Impulse aus der Lehrpraxis illustrieren exemplarisch den differenzierten Umgang mit KI in der Geistes-, Sozial- und Ingenieurwissenschaftlichen Lehre. Hierbei werden die spezifischen methodischen Anforderungen aufgezeigt, die sich aus den unterschiedlichen wissenschaftlichen Logiken dieser Fachbereiche ergeben.
Im Anschluss an die KI-Notes und Impulse folgt eine Paneldiskussion mit Publikumsbeteiligung. Im Fokus steht der Austausch über die Stärkung der Fachwissenschaften als zentrale Dimension, um intellektuelle Souveränität in der Hochschulbildung zu gewährleisten.
Die Veranstaltung wird im Netzwerk Landeseinrichtungen digitale Hochschullehre (NeL) von HND-BW, vhb, elan, MMKH und VCRP in Kooperation mit der Stiftung Innovation in der Hochschullehre angeboten. Alle Interessierten aus Hochschul- und Fakultätsleitungen, lehrunterstützenden Einrichtungen, Lehrende und Studierende sowie Politik und Gesellschaft sind herzlich eingeladen.
Für eine Teilnahme ist eine ▶ Anmeldung erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.






