university@LEARNTEC

LEARNTEC – Europas größte Veranstaltung für digitale Bildung – findet jährlich in der Messe Karlsruhe statt. Es werden Einblicke in die neuesten Trends und Innovationen im Bereich E-Learning und berufliche Weiterbildung geboten. Im Thementrack university@LEARNTEC steht die Digitalisierung an Hochschulen im Fokus. Das Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HND-BW) gestaltet als Kooperationspartner das Programm.
university@LEARNTEC steht ganz im Zeichen des digitalen Lehrens, Lernens und Prüfens an Hochschulen. Als Kooperationspartner gestalten 2025 das Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HND-BW) und die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) das Programm auf der Focus Stage. 2026 wurde die Kooperation um das Netzwerk digitale Hochschullehre Hessen (HesssenHub) erweitert.
2025 gab es spannende Vorträge aus Forschung, Lehrpraxis und Mediendidaktik. Thematisch ging es u.a. um Future Skills, Virtual Reality und Avatare, künstliche Intelligenz in der Lehre sowie um Open Educational Resources (OER). 2026 standen die Integration und Implementierung von KI in Lehr- und Lernprozessen, der Einsatz von KI als persönlichem Tutor und digitalem Coach, Gamification und KI-Avatare sowie OER und rechtliche Perspektiven im Mittelpunkt der Beiträge.
university@LEARNTEC 2026
Dokumentation university@LEARNTEC 2026
Im Projekt Teachersline wird ein wirksames Lernangebote für zukunftsfähige Berufsorientierung an der Schule entwickelt. Wir bringen (wiss.) Expert:innen zu Futures Literacy, Future Skills und Arbeitswelt der Zukunft und Lehrkräfte zusammen. Durch engen Austausch, kontinuierliches Prototyping und starke Netzwerke entwickeln wir innovative Lehr-/Lernmaterialien, die echten Mehrwert für unsere Zielgruppe schaffen. So stärken wir Lehrkräfte darin, Zukunftsthemen fundiert und relevant zu vermitteln und verbinden Expertisen.
Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf dem geregelten Einsatz, den wir Ende 2025 für Mitarbeitende und momenta für Studierende ausrollen. Hier entscheidet sich, ob KI zum bloßen Textgenerator verkommt oder zur Basis für strukturierten Mehrwert wird. Die KI-Toolbox setzt deshalb bewusst nicht nur auf Text, sondern auf:
- Prompt-Vorlagen für Qualität statt Willkür
- Custom Chatbots für fachspezifische Anwendungen
- Team-Nutzung für gemeinsames Lernen
- API-Integration als Vorstufe zur Prozessintegration
Wie kann ein Kompetenztraining so gestaltet werden, dass Mitarbeitende reale Gesprächssituationen aktiv üben – und das jederzeit, individuell für jede Person einzelnd und in gleichbleibender Qualität? In diesem Vortrag zeige ich, wie KI-Avatare als interaktive Trainings- und Prüfungspartner eingesetzt werden können, um praxisnahe Gesprächssimulationen umzusetzen.
Anhand des Produkts ExamSim demonstriere ich, wie aus klassischen Trainingsinhalten konkrete, dialogbasierte Übungsszenarien entstehen: von schwierigen Kundengesprächen über mündliche Prüfungen für Abschlüsse bis hin zu anspruchsvollen Entscheidungssituationen in Compliance- und Fachkontexten. ExamSim lässt sich effizient auch mit großen Gruppen umsetzen.
Im zweiten Teil führe ich live eine Simulation durch: Das Publikum erlebt, wie der Avatar reagiert, nachfragt, Gesprächsdruck erzeugt und zielgerichtetes Üben ermöglicht. Dabei wird sichtbar, wie Sie Ihr Training aktivierender, messbarer und ressourcenschonender gestalten können – auch bei knappen Personalkapazitäten, hoher Trainingsnachfrage und großen Teilnehmendengruppen.
Ihre Takeaways:
Sie nehmen konkrete Ideen mit, wie Sie KI-Avatare in Ihre Trainings einbinden können und wie Sie die Kompetenzen Ihrer Teilnehmenden systematisch und verbal weiterentwickeln können.
Der Beitrag „Mit dem digitalen Omnibus auf wilder Fahrt: Hochschulen im Kontext der europäischen KI-Regulierungen“ beleuchtet die Implikationen der digitalen Omnibus-Gesetzgebung auf Hochschulen. Im Mittelpunkt stehen die daraus resultierenden Compliance-Anforderungen für den Einsatz von KI in der Lehre. Es werden zentrale rechtliche Schnittstellen zu Datenschutz und Haftungsfragen aufgezeigt. Darüber hinaus werden Governance-Ansätze präsentiert, mithilfe derer Hochschulen regulatorische Vorgaben systematisch umsetzen können. Der Beitrag verdeutlicht, inwiefern rechtssichere Rahmenbedingungen die verantwortungsvolle Nutzung von KI im Hochschulkontext ermöglichen.
Wenn Wissen jederzeit über KI, Onlinekurse und Tutorials verfügbar ist, verliert der Hörsaal seine Rolle als zentraler Wissensort. Doch welche Funktion bleibt der Hochschule?
Der Vortrag zeigt, warum physische Lernräume im KI-Zeitalter nicht verschwinden, sondern strategisch an Bedeutung gewinnen: als Orte für Interaktion, Anwendung und Community.
Am Beispiel des Usability & Interaction Labs wird ein realer Prototyp vorgestellt, der Lehre, Forschung und Praxis miteinander verzahnt und verdeutlicht, wie hybride Lernräume der Zukunft gestaltet werden können. Ein übertragbares Praxisbeispiel für Hochschulen, Unternehmen und Lernorganisationen.
Einblick in unterschiedliche KI-fokussierte Projekte unterschiedlicher Hochschulen zur Inspiration und zum „Ins-Gespräch“-Kommen. Wir teilen unsere Erfahrungen und Mehrwerte.
Der Vortrag beleuchtet das Paradox, dass trotz wachsender Verfügbarkeit von OER und KI-Tools echte Offenheit in Lehrpraktiken abnimmt, da Wissen in als Einzellösung in „Containern“ verbleibt und KI-generierte Inhalte oft geschlossen sind. Der Vortrag zeigt, wie KI nicht als Bedrohung, sondern als Katalysator für Open Educational Practices (OEP) dienen kann – durch transparente Entwicklungsprozesse, kollaborative Szenarien-Entwicklung und KI-gestützte Vernetzung von Lehrenden und Lernenden.
50 Hochschulen. Über anderthalb Jahre Praxiseinsatz. Unzählige Gespräche mit Lehrenden, Studierenden und Hochschulleitungen. Es ist an der Zeit, die tatsächliche Wahrnehmung und Wirksamkeit von KI in der Lehre auf Basis eines echten Datenschatzes zu evaluieren.
Nach über 1,5 Jahren Einsatz des KI-Lernsystems „OneTutor“ an mittlerweile 50 Hochschulen verfügen wir über einen einzigartigen Datenschatz und Erfahrungswerte, die weit über erste Pilotprojekte hinausgehen. In diesem Beitrag treten Technologie-Pitches in den Hintergrund; stattdessen stehen echte Nutzungsdaten, Forschungsergebnisse und die gelebte Realität an den Hochschulen im Fokus.
Der Vortrag beleuchtet die Einführung und Nutzung von KI-Tutoren aus verschiedenen Perspektiven und stützt sich dabei auf qualitative Einblicke aus unzähligen Gesprächen mit Vizepräsident:innen für Lehre, E-Learning- und Didaktik-Beauftragten sowie Professor:innen und Studierenden.
Kernthemen des Vortrags:
- Vom Hype zur Evidenz: Nutzungsanalysen und reale Daten aus der täglichen Interaktion von zehntausenden Studierenden mit KI-Tutoren.
- Forschung trifft Praxis: Erste Einblicke aus dem Projekt „AIffectiveness“, in dem wir gemeinsam mit dem Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) und 10 bayerischen Hochschulen die tatsächliche Wirksamkeit von KI untersuchen.
- Nationale & Internationale Perspektiven: Wie unterscheiden sich die Herangehensweisen in Deutschland (u.a. durch die Arbeit mit der Virtuellen Hochschule Bayern, auf deren freundliche Einladung dieser Beitrag stattfindet) im Vergleich zu unseren starken Hochschulnetzwerken in den USA und in Großbritannien?
- Vertrauen & Partnerschaft: Warum die erfolgreiche Skalierung von KI in der Lehre weniger eine technische Frage ist, sondern vielmehr auf didaktischer Kontrolle, Vertrauen und starken institutionellen Partnerschaften basiert.
Der juristische Gutachtenstil ist die Kernkompetenz der Ausbildung, bleibt aber in der Vermittlung oft hürdenreich. Während die Vermittlung der reinen Fachinhalte meist gut gelingt, scheitert die Anwendung in der Klausur häufig an strukturellen und stilistischen Defiziten, denn in der klassischen Großveranstaltung fehlt oft der Raum für individuelles Schreibfeedback. Der Vortrag stellt das Konzept eines „KI-Schreiblabors“ vor, in dem Künstliche Intelligenz als interaktiver Coach für individuelles Stil-Feedback und präzise Korrekturen eingesetzt wird. Im Fokus steht dabei nicht die Texterstellung durch die KI, sondern deren Rolle als interaktiver Schreibtutor. Wir zeigen praxisnah, wie digitale Korrekturen und Übungsmöglichkeiten in asynchronen Online-Kursen die Ausdrucksfähigkeit schärfen und Dozierende entlasten können.
Wie können Lernende Künstliche Intelligenz gezielt anwenden – und gleichzeitig reflektiert hinterfragen? In diesem praxisorientierten Vortrag wird ein interaktiver Online-Selbstlernkurs vorgestellt, der genau darauf abzielt. Der Kurs umfasst vier Module – von KI-Technologie und Ethik über den Erwerb praktischer KI-Kompetenzen bis hin zu konkreten Anwendungsszenarien im hochschulischen Fremdsprachenunterricht. Anhand erster empirischer Erkenntnisse und Praxisbeispiele wird sichtbar, wie unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten von KI im Kontext des Lernens fremder Sprachen gestaltet werden können. Diskutiert werden ebenfalls Chancen, Grenzen und Potenziale für Lehrende und Lernende in der digitalen Hochschullehre. Die Session bietet Raum für Austausch und Inspiration, sodass Teilnehmende Anregungen für die eigene Praxis mitnehmen können.
Das Forschungsprojekt TextAid (2025-2027) an der Technischen Hochschule Mittelhessen entwickelt ein KI-gestütztes Assistenzsystem zur Förderung wissenschaftlicher Schreibkompetenzen bei Studierenden. Im Gegensatz zu gängigen generativen KI-Tools, die primär fertige Texte bereitstellen, ist TextAid als didaktisch fundierter Schreibcoach konzipiert, der den Lernprozess und die Kompetenz in den Mittelpunkt stellt.
Ausgangspunkt ist die wachsende Verbreitung von KI im Studienalltag, die einerseits neue Möglichkeiten eröffnet, andererseits jedoch das Risiko birgt, zentrale Kompetenzen wie eigenständiges Schreiben, Reflexion und strukturiertes Argumentieren zu schwächen. TextAid adressiert diese Herausforderung durch einen prozessorientierten Ansatz: Studierende erhalten frühzeitig und iterativ lernförderliches Feedback zu ihren eigenen Texten, insbesondere in den initialen Schreibphasen.
Das System unterstützt bei grundlegenden Aspekten wissenschaftlichen Schreibens wie Verständlichkeit, Struktur, Argumentationslogik und formalen Anforderungen. Die Rückmeldungen orientieren sich an etablierten didaktischen Prinzipien (Feed-up, Feed-back, Feed-forward) und zielen darauf ab, konkrete Verbesserungsschritte aufzuzeigen, ohne Lösungen vorwegzunehmen. Dadurch wird eigenständiges Arbeiten gefördert und die Entwicklung nachhaltiger Schreibkompetenzen unterstützt.
Ein weiterer Mehrwert liegt in der Entlastung von Lehrenden, da wiederkehrende, standardisierbare Korrekturen automatisiert werden und mehr Raum für die Betreuung komplexerer fachlicher Fragestellungen entsteht. Ergänzend ermöglicht das System Einblicke in Lernprozesse und Kompetenzentwicklungen, wodurch eine reflektierte Begleitung durch Lehrende unterstützt wird.
TextAid versteht sich somit als Beitrag zu einer verantwortungsvollen Integration von KI in die Hochschullehre, bei der nicht die Automatisierung von Leistung, sondern die Förderung von Lernprozessen und Kompetenzen im Vordergrund steht.
Künstliche Intelligenz verändert die Hochschullehre – die Universität Heidelberg sieht diesen Wandel als aktive Chance. Die universitären KI-Leitlinien setzen dafür den strategischen Rahmen für einen verantwortungsvollen Einsatz generativer KI in der Lehre und es entstehen vielfältige Fort- und Weiterbildungsangebote für Lehrende und Studierende, um entsprechende Kompetenzen zu erwerben. Einen zusätzlichen Schritt markieren dabei die neuen heiSKILLS Fellowships zu KI in der Lehre: Sie eröffnen gezielt Freiräume für die Entwicklung und Erprobung innovativer Lehr-, Lern- und Prüfungsformate und zeigen auf, wie KI verantwortungsvoll und kreativ in die Lehre integriert werden kann.
Im Rahmen der Fellowships wurden zehn Lehrinnovationsprojekte ausgewählt, die innerhalb eines Jahres entwickelt, erprobt und hochschulweit disseminiert werden: Drei dieser Projekte zielen dabei auf den Ausbau von Infrastruktur im Hinblick auf KI in der Lehre ab und sieben weitere setzen bei konkreten Lehrszenarien an. Beispielhaft stehen das „Prompt Engineering Labor“, in dem Studierende unterschiedliche KI-Systeme praktisch erproben, Prompts reflektiert weiterentwickeln und Kompetenzen zu Transparenz, Sorgfalt sowie ethischen und rechtlichen Fragen aufbauen, sowie ein „KI-Chatbot für Lesekompetenzen“, der Studierende beim Erschließen komplexer, insbesondere theoretischer Texte unterstützt und als didaktisches Tool den aktiven Erwerb von Lesekompetenzen fördert, ohne die eigene Lektüre zu ersetzen.
Während des Vortrags werden ausgewählte Fellowship-Projekte vorgestellt, Einblicke ermöglicht und gemeinsam diskutiert.
▶ Präsentationsfolien Eggernsperger, Heidelberger, Hertfelder-Polschin & Noack (CC BY-NC-ND 4.0)
Die Open-Source-Lernplattformen ILIAS und Moodle sind elementarer Bestandteil der digitalen Lehre der Hochschulen in Baden-Württemberg und spielen eine wichtige Rolle für die strategische Autonomie des Landes. Mit verschiedenen Maßnahmen werden im Projekt bwOSLMS Grundlagen für ein dauerhaft stärkeres Engagement der Landesuniversitäten in den jeweiligen Open-Source-Communities gelegt. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Genese, den Aufbau sowie erste Ergebnisse des Vorhabens.
Ein offener Selbstlernkurs für KI-Kompetenz – aus Baden-Württemberg, für die Landeshochschulen und darüber hinaus: die baden-württembergischen Landesuniversitäten standen mit Inkrafttreten des AI Acts vor der Herausforderung, schnellstmöglich und flächendeckend die KI-Kompetenz ihre Angehörigen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz sicherzustellen. Nachdem zunächst einzelne Schulungsmodule an mehreren Hochschulen entstanden waren, bildete sich im Rahmen des Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HND-BW) eine Arbeitsgruppe, um eine gemeinsame Onlineschulung zu entwickeln und für alle als Offene Bildungsressource (OER) bereitzustellen. So entstand in kurzer Zeit das KI-Basiskompetenzmodul, das an vielen Landesinstitutionen und auch darüber hinaus genutzt wird. Wir möchten Einblicke in das Modul und die komplexen, aber dennoch schnellen Entwicklungsprozesse geben. Zudem zeigen wir, wie das Modul genutzt wird und auch an deutsch- sowie englischsprachigen Bildungsinstitutionen zum Einsatz kommen kann. OER für das Land und darüber hinaus!
university@LEARNTEC 2025
Dokumentation university@LEARNTEC 2025
Dieser Vortrag zeigt, wie mithilfe generativer KI schnell und flexibel Grafiken für die Arbeit an Hochschulen erstellt werden können. Ob Mindmaps, Prozessabläufe oder Diagramme – generative KI unterstützt dabei, Ideen effizient umzusetzen, unabhängig davon, ob bereits eine konkrete Vorstellung besteht oder noch nach Inspiration gesucht wird. Es wird erläutert, wie textgenerierende KI-Tools genutzt werden können, um bearbeitbare und anpassbare Grafiken zu erstellen, die genau zu den Inhalten passen. Zudem werden die Vorteile dieses Ansatzes hinsichtlich Flexibilität, einfacher Anpassung und Nachhaltigkeit beleuchtet.
Wie werden Studierende optimal auf die Arbeitswelt von morgen vorbereitet? Der virtuelle Kurs „New Work“ der vhb setzt KI-Avatare ein, um realitätsnahe Mitarbeitergespräche zu simulieren. So haben Hunderte von Studierenden die Möglichkeit, in interaktiven Szenarien ihre Gesprächsführung zu trainieren – jederzeit und individuell. Dabei können Studierende aus drei Szenarien wählen. Didaktisch eingebunden ist diese Möglichkeit in einem online Kurs der Hochschule Kempten, der über die virtuelle Hochschule Bayern allen Studierenden Bayerns zugänglich ist.
Die zunehmende Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Hochschullehre stellt Bildungseinrichtungen vor neue rechtliche Herausforderungen. Das Umsetzungsvorhaben bwDigiRecht, eine landesweite Rechtsinformationsstelle für die digitale Lehre, adressiert diese Problematik.
bwDigiRecht bietet den Hochschulen Unterstützung und Orientierung in der komplexen Rechtslandschaft, indem aktuelle Informationen aufbereitet, anwendungsorientierte Handreichungen entwickelt und der Austausch zwischen verschiedenen Akteuren gefördert werden.
Der Vortrag beleuchtet die gegenwärtigen rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI an Hochschulen und erörtert die Implikationen der europäischen KI-Verordnung.
Besonders im Fokus stehen die aus der KI-Verordnung resultierenden Anforderungen an die KI-Kompetenzen von Hochschulangehörigen. Darüber hinaus werden die rechtlichen Herausforderungen, die der Einsatz von KI im Prüfungsrecht mit sich bringt, eingehend diskutiert.
Im Rahmen des Projekts InnoMA wurde an der Universität Mannheim ein Lernspiel für die Lehrveranstaltung „Grundlagen des externen Rechnungswesens“ entwickelt, die von ca. 800 Nebenfachstudierenden besucht wird. Das Lernspiel bietet der heterogenen Studierendenschaft individuelle Unterstützung und wirkt kognitiv aktivierend und motivierend. Es wird im Frühjahrs-/Sommersemester 2025 erstmals in der Lehre eingesetzt, sodass bei der Learntec nicht nur von der Entwicklung, sondern auch von ersten Erfahrungen zum Einsatz des Lernspiels in der Lehre berichtet werden kann.
Lehrvideos sind aus der Fern- und Hochschullehre nicht mehr wegzudenken und dank technischer Fortschritte stehen Lehrenden heute zahlreiche Produktionsmöglichkeiten zur Verfügung: vom klassischen Studiodreh über animierte Videos bis hin zu KI-generierten Inhalten mit künstlichen Stimmen und Avataren. Doch welche Ästhetik und Umsetzungsform treffen die Präferenzen der Studierenden und fördern ihr Engagement?
Wir haben ein identisches Lehrvideo in vier Varianten getestet: mit einem menschlichen Akteur im Studio, als animierte Version mit menschlicher oder künstlicher Stimme sowie mit einem KI-Avatar. Studierende dreier Fachrichtungen haben die wahrgenommene Lernwirksamkeit, das Interesse und die Präsentation. Die Ergebnisse geben wertvolle Hinweise, welches Format in welchem Kontext eingesetzt werden sollte.
Jupyter Notebooks sind der internationale Standard zur Nutzung von HPC- und KI-Clustern. Sie ermöglichen eine interaktive und visuelle Darstellung von Forschungsprozessen, die Studierenden eine praxisorientierte Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Methoden und Datenanalyse ermöglicht. Durch die Kombination von Code, Text und Grafiken können komplexe Konzepte verständlich vermittelt und direkt in realen Forschungsszenarien angewendet werden. Die flexible Integration von Programmiersprachen wie Python, Julia oder R fördert zudem die Entwicklung der Programmierfähigkeiten. Seit Frühjahr 2025 stellt das Projekt „bwJupyter für die Lehre“ allen Hochschulen in Baden-Württemberg einen zentralen Jupyter Hub für die Anwendung dieser wissenschaftlichen Tools in der Hochschullehre zur Verfügung.
Hintergrund und Motivation für diese Studie, waren die anhaltenden Auswirkungen der durch das SARS-CoV-2-Virus verursachten globalen Pandemie. Infolge der Pandemie waren Universitäten und andere Bildungseinrichtungen gezwungen, vollständig auf Online-Lehre und Fernunterricht umzustellen und dabei hauptsächlich Videokonferenzsoftware wie Zoom, Microsoft Teams und Google Meet zu nutzen. Aufgrund des Mangels an persönlichem Engagement und der Einschränkungen der Videokonferenztechnologie stießen die Studierenden auf Schwierigkeiten, insbesondere in Bezug auf Interaktivität, Motivation und akademische Leistung. Für dieses Phänomen hat sich der Begriff „Zoom Fatigue“ etabliert und wurde bereits in zahlreichen Studien an Universitäten thematisiert.
Um das Lernerlebnis zu verbessern und eine motivierende und aktivierende Umgebung zu schaffen, wurde in dieser Langzeitstudie, die im Wintersemester 2021/22 begann, die 2D-Desktopumgebung gather.town eingesetzt. Die ersten Ergebnisse deuteten auf eine gute Eignung dieser Avatar-basierten Lernumgebung hin. Nachfolgende Bewertungen innerhalb der Studie untermauerten die Präferenz für gather.town gegenüber Zoom, vor allem aufgrund der überlegenen Interaktivität, des umfassenden Funktionsumfangs und der motivierenden Aspekte. Nachfolgende Studien zeigten einen ausgeprägten und statistisch signifikanten Unterschied in Bezug auf erhöhte Immersion, verbessertes Lernengagement und bessere akademische Leistung beim Vergleich der 2D-Desktopumgebung mit dem Videokonferenzsystem Zoom.
In der im WS 2024/2025 durchgeführten Runde sind auch 3D Desktop-Umgebungen zum Einsatz gekommen und in Vergleich zu Videokonferenzsystemen, 2D Desktop-Umgebungen und Präsenz-veranstaltungen gesetzt. Dabei wurde insbesondere untersucht, ob die bekannten „Zoom-Fatigue“-Phänomene durch den Einsatz von avatarbasierten Umgebungen beeinflusst werden können.
Die Integration von generativer Künstlicher Intelligenz (KI) in die Lehre eröffnet Lehrenden und Studierenden neue Möglichkeiten zur Gestaltung des Lehr- und Lernprozesses. Im Rahmen des Beitrags werden in einem praxisorientierten und interaktiven Format mit den Teilnehmenden nicht nur die theoretischen Grundlagen zur Nutzung von KI in der Bildung vermittelt, sondern auch konkrete Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt. Basierend auf dem Konzept PAIR – „Are Your Students Ready for AI?“ der Harvard Business Publishing betrachten wir im Kontext des „Student Engagement“ den Einsatz von generativer KI in Bildungsprozessen und möchten mit Ihnen gemeinsam die folgenden Fragen angehen:
- Welche Chancen und Herausforderungen gibt es beim Einsatz von generativer KI in Hochschulen? Wie können KI-Tools die Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden verbessern und den Lernprozess individualisieren?
- Wie können KI-basierte Tools genutzt werden, um die Lernmotivation und -beteiligung von Studierenden zu erhöhen und somit das Student Engagement steigern?
- Welche Erfahrungen und Fallbeispiele gibt es bereits, z.B. KI-gesteuerten Chatbots zur Unterstützung des Lernens, KI-gestützte Prüfungsformen oder die Entwicklung kreativer Projekte mit Hilfe von KI?
Wir wollen die Teilnehmenden ermutigen, Einsatzmöglichkeiten von generativer KI in der Bildung zu entwickeln, die das Student Engagement weiter fördern und konkrete Fallbeispiele sammeln, die als Anregung für die eigene Lehre dienen können.
Im Rahmen des Forschungsprojekt praxwerk wurde an der Hochschule Anhalt untersucht, ob sich virtuelle Realität (VR) für Präsentationen als Prüfungsvorleistung an Hochschulen eignet. Im Zeitalter des digitalen Wandels verändert VR als zukunftsweisende Technologie die Lehre. Frühere Studien unterstreichen Vorteile von VR wie Ortsunabhängigkeit und erhöhte Immersion gegenüber herkömmlichen Videokonferenzen. Diese Untersuchung, die im Sommersemester 2023 begann, nutzte die Vive Focus 3 und die Anwendung Vive-Sync, um Technikakzeptanz und Angstreduktion bei Präsentationen in VR zu analysieren. Eine Fortsetzung im Sommersemester 2024 setzt den Fokus auf die zuhörenden Studierenden, um ein ganzheitliches Bild zu erhalten. Diese Studien beleuchtet die potenziellen Chancen und Hemmnisse des VR-Einsatzes in der Lehre und bietet wertvolle Einblicke, wie VR als alternative Plattform für Präsentationen wertvolle Vorteile und Herausforderungen mit sich bringen kann.
Im Rahmen des Kooperationsprojekts MaDaLi² (Mannheim Data Literacy) ist an der Universität Mannheim ein E-Learning-Kurs zur Vermittlung von Datenkompetenzen für Studierende aller Fachbereiche entstanden. Aufgrund knapper zeitlicher und finanzieller Ressourcen wurde bei der Konzeption des Kurses auf Open Educational Ressources (OER) zurückgegriffen, die über gängige Plattformen zum Download und Einsatz in der universitären Lehre zur Verfügung stehen.
Im Vortrag werden die Vorteile und Herausforderungen bei der Verwendung offener Lernmaterialien thematisiert und anhand des Data-Literacy-Kurses diskutiert. Leitfragen dabei sind: Wie finde ich passende OERs? Was muss bei der Kuratierung von OERs beachtet werden? Welche lizenzrechtlichen Fragen stellen sich? Wie gelingt es, einen kohärenten Kurs mit OERs zu erstellen?
Nach 2 ½ Jahren chatGPT hat sich gezeigt, dass die Nutzung generativer KI zur Produktion von offenen Bildungsinhalten (OER und OEP) für die Hochschullehre umfangreiche Chancen und Vorteile mit sich bringt. Durch den Einsatz von KI können Lehrinhalte effizienter erstellt, personalisiert, kuratiert und angepasst werden, um den Bedürfnissen verschiedener Lernenden und Lernenden gerecht zu werden. Gerade die Schaffung von neuen und freien Bildungsmaterialien und deren stetige Aktualisierung ist mit Hilfe von generativen Werkzeugen einfacher geworden als jemals zuvor. Wir können nun mit den „Kindern“ das ersten Chatbot „ELIZA“ Unterstützung und effektive zeitsparende Automatisierungsprozesse im Hochschulkontext realisieren. Dazu gehört Produktion von Multimediamaterial, didaktische Dokumente und interaktive Lernmodule entwickeln. Dadurch können Lehrende mehr Zeit für die eigentliche didaktische Gestaltung und Betreuung der Studierenden aufwenden.
Darüber hinaus ermöglicht der Einsatz von KI eine kontinuierliche Kuratierung, Aktualisierung und Verbesserung von OER. Durch die Analyse von Nutzerfeedback und Lernfortschritten können Inhalte dynamisch angepasst und optimiert werden, um den sich wandelnden Anforderungen und Bedürfnissen der Lernenden gerecht zu werden.
Der Input beleuchtet diese Techniken und Tools, verbundene Chancen und Herausforderungen und gibt Einblicke aus der Hochschulpraxis.
Kontakt
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✉ Dr. Matthias Bandtel, Geschäftsführer HND-BW






















