Beiträge der Kategorie K

KI-Kompetenz (AI Literacy)

August 14, 2026 10:56 a.m. Veröffentlicht von

KI-Kompetenz wird in Artikel 3 Nummer 56 der KI-Verordnung legal definiert als „die Fähigkeiten, die Kenntnisse und das Verständnis, die es Anbietern, Betreibern und Betroffenen unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Rechte und Pflichten im Rahmen dieser Verordnung ermöglichen, KI-Systeme sachkundig einzusetzen sowie sich der Chancen und Risiken von KI und möglicher Schäden, die sie verursachen kann, bewusst zu werden“. Diese Kompetenz umfasst sowohl technische Kenntnisse als auch ethische Reflexionsfähigkeit und rechtliches Bewusstsein, um Grundrechte, Gesundheit und Sicherheit zu schützen sowie demokratische Kontrolle zu gewährleisten.

KI-Modell mit allgemeinem Verwendungszweck

August 4, 2026 11:12 a.m. Veröffentlicht von

Kann stark vereinfacht als das „Gehirn“ verstanden werden, welches die Funktionsweise des KI-Systems ermöglicht. Damit es diesen Status erhält, muss es weitere Anforderungen aus Art. 3 Nr. 63 KI-VO erfüllen. Im Hochschulkontext spielen KI-Modelle hinsichtlich anbieterpflichtiger Entwicklung nur eine untergeordnete Rolle. Die GPT-Modelle von OpenAI werden in der Rechtsliteratur als Beispiele diskutiert.

(Spehn, Maximilian, Handreichung Hochschulen im Kontext von Anbieter- und Betreiberpflichten,
Rechtsinformationsstelle für die digitale Lehre (bwDigiRecht) im Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden
Württemberg,

KI-System

August 4, 2026 11:06 a.m. Veröffentlicht von

Umfasst neben dem zugrunde liegenden KI-Modell (dem „Gehirn“) weitere technische Komponenten, wie etwa eine Schnittstelle oder eine graphische Benutzendenoberfläche. Die nutzende Person interagiert mit der Gesamtheit dieser Komponenten. Ein Beispiel ist der Chatbot ChatGPT, bei dem die nutzende Person mit dem gesamten KI-System interagiert, während GPT-4o eines der zugrunde liegenden Modelle ist.

(Spehn, Maximilian, Handreichung Hochschulen im Kontext von Anbieter- und Betreiberpflichten,
Rechtsinformationsstelle für die digitale Lehre (bwDigiRecht) im Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden
Württemberg,

Kompetenzerwerb

August 3, 2026 12:35 p.m. Veröffentlicht von

Das Ziel einer Lehrveranstaltung, das durch Anwesenheit gefördert oder notwendig sein kann und das nicht auf eine weniger belastende Art und Weise wie z.B. Selbststudium erfolgen kann, wenn eine Anwesenheitspflicht gerechtfertigt sein soll.

(Spehn, Maximilian, Handreichung Digitale Anwesenheitspflicht, Rechtsinformationsstelle für die digitale Lehre
(bwDigiRecht) im Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg, Karlsruhe, 2025
, vgl. VGH Mannheim, v. 21.11.2017 – 9 S 1145/16, Rn. 16.)

KI als Prüfungsgegenstand

April 23, 2026 4:25 p.m. Veröffentlicht von

Ein innovatives Prüfungsformat, bei dem die KI selbst zum zentralen Lern- und Prüfungsobjekt wird. Studierendenteams untersuchen und reflektieren die Technologie experimentell und präsentieren ihre Erkenntnisse unter wissenschaftlicher Begleitung. Ein Beispiel ist das ChatGPT-Projekt der Universität Hohenheim.

(Drossos, Martin/Knecht, Jana/Spehn, Maximilian, Handreichung Künstliche Intelligenz in Prüfungsszenarien, Rechtsinformationsstelle für die digitale Lehre (bwDigiRecht) im Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden Württemberg, Karlsruhe, 2025, vgl. S. Universität Hohenheim,

KI als Prüfungsinstrument

April 23, 2026 4:23 p.m. Veröffentlicht von

Ein innovatives Prüfungsformat, bei dem Studierende eigenständig KI-basierte Algorithmen mithilfe von Frameworks (wie Scikit-Learn, TensorFlow oder OpenCV) entwickeln. Der Fokus liegt auf der kreativen Anwendung maschineller Lernverfahren zur Lösung konkreter Problemstellungen, ohne vorgefertigte KI-Modelle zu nutzen. Beispiele hierfür sind Prüfungen wie die „Tracking Olympiad“.

(Drossos, Martin/Knecht, Jana/Spehn, Maximilian, Handreichung Künstliche Intelligenz in Prüfungsszenarien, Rechtsinformationsstelle für die digitale Lehre (bwDigiRecht) im Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden Württemberg, Karlsruhe, 2025,

KI-integrierte Formate

April 23, 2026 4:16 p.m. Veröffentlicht von

Prüfungsformate, die KI entweder als Werkzeug oder als Prüfungsgegenstand aktiv einbinden. Sie beschreiben Formate, die KI gezielt als Werkzeug in den Prüfungsprozess einbinden können, etwa in Form eines KI-gestützten Hilfsmittels für die Studierenden. Diese Herangehensweise eröffnet neue Möglichkeiten für die Gestaltung von Prüfungen.

(Drossos, Martin/Knecht, Jana/Spehn, Maximilian, Handreichung Künstliche Intelligenz in Prüfungsszenarien, Rechtsinformationsstelle für die digitale Lehre (bwDigiRecht) im Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden Württemberg, Karlsruhe, 2025,

KI-robuste Prüfungen

April 2, 2026 3:48 p.m. Veröffentlicht von

Prüfungsformate, bei denen die KI-Nutzung unterbunden wird. Sie zielen darauf ab, den Einsatz von KI sowohl materiell-rechtlich (z.B. durch spezifische Verbotsnormen) als auch prozessrechtlich (z.B. durch geeignete Kontrollmechanismen) zu unterbinden oder zumindest zu erschweren, um die Integrität der Prüfungen zu wahren und sicherzustellen, dass die Bewertung der Studierenden nicht durch den Einsatz von KI beeinflusst wird.

(Drossos, Martin/Knecht, Jana/Spehn, Maximilian, Handreichung Künstliche Intelligenz in Prüfungsszenarien,

Klausur

Juli 27, 2024 1:13 p.m. Veröffentlicht von

Eine Klausur ist eine Prüfung, die in genau begrenzter Zeit und grundsätzlich unter Aufsicht durchgeführt wird. Dabei ist die Zeitvorgabe genau auf die Aufgabenerfüllung abgestimmt. Das Arbeiten unter Zeitdruck ist die durch die Klausur abgeprüfte Kompetenz dieser Prüfungsform. Die Klausur kann eine schriftliche oder eine elektronische Prüfung sein.

(Escher-Weingart, Die Prüfung – das unbekannte Wesen, S. 17 f., abrufbar unter: https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000143052, zuletzt abgerufen am 26.07.2024.)

(Verwendung des Begriffs in der Rechtsprechung: BVerwG,